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Herz-Kreislauf-Leiden: Sterblichkeit nimmt zu

Australische Untersuchung hat Entwicklung in 23 Ländern mit hohem Einkommen analysiert.

20.08.2019

Die Sterblichkeit aufgrund von Herzerkrankungen und Schlaganfällen nimmt laut einer Studie der University of Melbourne in vielen Ländern mit hohem Einkommen wie Australien fast nicht mehr ab. Die Forscher haben die Sterblichkeitsrate bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen in 23 Ländern seit dem Jahr 2000 analysiert. Details wurden im "International Journal of Epidemiology" veröffentlicht.

Rauchen und zu fette Ernährung

In zwölf der 23 untersuchten Länder nimmt die Sterblichkeit bei Personen zwischen 35 und 74 Jahren kaum mehr ab oder zu. In den USA und bei kanadischen Frauen ist die Sterblichkeitsrate am meisten angestiegen. In Australien, Großbritannien und Neuseeland beträgt der jährliche Rückgang inzwischen nur mehr 20 bis 50 Prozent der Werte der 2000er-Jahre. Laut Forschungsleiter Alan Lopez hat Fettleibigkeit oder zumindest eine schlechte Ernährung einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung des Rückgangs der Sterblichkeit bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen geleistet.

"In all diesen Ländern gibt es sehr viele fettleibige Menschen. In Australien ist fast ein Drittel der Erwachsenen betroffen", so Lopez. Diese Zunahme bedeute, dass ein wesentlicher Teil der Bevölkerung mehrere Jahrzehnte Risikofaktoren ausgesetzt war, die mit Übergewicht in Verbindung stehen. Fettleibigkeit ist laut dem Experten jedoch nur einer von zahlreichen Risikofaktoren bei der Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu anderen gehören Rauchen, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte und Diabetes.

Ausnahmen: Italien und Frankreich

Der Anteil der fettleibigen Menschen ist laut der Studie in Italien und Frankreich gering. In diesen Ländern gehört der Rückgang der Sterblichkeit in den vergangenen Jahren zu den größten. Laut Co-Autor Tim Adair zeigen die Forschungsergebnisse, dass die Wirkung von erfolgreichen staatlichen Gesundheitsmaßnahmen in diesem Bereich in den vergangenen 50 Jahren abgenommen hat. Daher seien erhebliche Investitionen in die Prävention erforderlich. Das gelte vor allem für jene, die eine Erhöhung der körperlichen Aktivität, eine Verbesserung der Ernährung und eine Verringerung der Fettleibigkeit zum Ziel haben.

Quelle: pressetext.com

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