MED-Reporter.at | 23.07.2018 | 03:47
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Mehr als 30 Krankenstandstage pro Jahr und Kosten in Milliardenhöhe

Migräne belastet Karrieren, Wirtschaft und Budgets.

Beim 4. Kongress der European Academy of Neurology (EAN) in Lissabon wurden zwei neuen Studien präsentiert, die einmal mehr zeigten, wie teuer Migräne kommt - Betroffene ebenso wie Unternehmen. Eine französische Studie untersuchte die sozioökonomischen Auswirkungen der Krankheit. Von den mehr als 7.700 Befragten - ein repräsentatives Sample für die erwachsene Gesamtbevölkerung - gaben 3,8 Prozent an, mindestens acht Tage pro Monat an schwerer Migräne zu leiden. "Zwei Drittel davon sind Frauen. Das Durchschnittsalter der Betroffenen liegt bei 41 Jahren. Migräne betrifft also in hohem Maß Menschen, die mitten im Erwerbsleben stehen und meist auch eine Familie versorgen müssen. Für sie stellen die regelmäßigen Beeinträchtigungen ein veritables Problem dar, auch was den Erhalt ihres Arbeitsplatzes angeht", fasst Studienautor Guillaume Leiba (Paris) zusammen.

Laut der aktuellen Studie müssen Patienten mit schwerer Migräne aufgrund ihrer Beschwerden 33 Tage pro Jahr der Arbeit fernbleiben. Das verursacht gesellschaftliche Gesamtkosten in der Höhe von 3,8 Milliarden Euro. Migräne wirkt sich mitunter auch auf das soziale Umfeld der Patienten aus: 14 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Angehörigen die eigene Arbeitszeit anpassen müssen, wenn die Betroffenen an Migräneattacken leiden. Die Studie quantifiziert auch die finanziellen Belastungen für die Patienten: 58 Prozent geben mehr als 30 Euro pro Monat für Medikamente aus, die nicht von der öffentlichen Hand erstattet werden. 43 Prozent stecken privat mehr als 50 Euro pro Monat in andere, nicht-medikamentöse Therapien. Trotz der hohen öffentlichen und privaten Ausgaben ist die Lebensqualität der Betroffenen unbefriedigend: Mehr als drei Viertel leiden unter Schlafstörungen und können sich in ihrer Freizeit weniger gut erholen als Gesunde.

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Lichttherapie unterstüzt die moderne Wundbehandlung

Die Lichttherapie unterstüzt die moderne Wundbehandlung. Ohne Schmerzen zu verursachen, regt sie die Durchblutung der verletzten Haut an, hemmt Entzündungen und hilft bei der Bildung von neuem Gewebe. Auch frische Operationswunden können mit ihr behandelt werden.

Chronische Wunden sind schwer zu heilen. Patienten, die aufgrund von Diabetes, Bettlägrigkeit oder Durchblutungsstörungen in den Beinen unter Wundheilungsstörungen leiden, benötigen viel Geduld, bis sich ihre Wunden vollständig schließen. Dieser Prozess kann nun durch eine neue Therapieform in unserem Land beschleunigt werden.

Das dabei eingesetzte Lichtspektrum in den medizinischen Speziallampen beinhaltet Infrarot- und nicht sichtbares Licht, das tief in das Gewebe eindringt. Die Wärmeentwicklung während der Behandlung ist minimal. Der Patient spürt sie kaum. Dieser Prozess bewirkt die durch das Licht verbesserte Durchblutung in den kleinsten Gefäßen der Hautoberfläche. Damit werden diese Hautgebiete vermehrt mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was für die Heilung der Wunde wichtig ist.

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Frühaufsteherinnen weniger anfällig für Depression

Frauen mittleren oder höheren Alters, die normalerweise früh zu Bett gehen und früh wieder aufstehen, verfügen laut einer Studie der University of Colorado Boulder und des Brigham and Women's Hospital über ein deutlich geringeres Depressionsrisiko.

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Aktuelle Entwicklungen in der Schlaganfallbehandlung

Schlaganfall hat epidemische Ausmaße erreicht: Europa verzeichnet jährlich um die 600.000 Neuerkrankungen pro Jahr. "Dank großer Fortschritte bei Prävention, Therapie und Rehabilitation sinken zwar die Sterberaten seit zwei Jahrzehnten. Es muss uns aber noch besser gelingen, bleibende Behinderungen nach einem Schlaganfall oder Schlaganfälle insgesamt zu verhindern. Dazu tragen die neueste Forschungsergebnisse wesentlich bei", sagte Univ.-Prof. Dr. Franz Fazekas (Graz) beim 4. Kongress der European Academy of Neurology (EAN) in Lissabon.

Eine aktuelle Studie (Amarenco et al) unterstreicht etwa die Bedeutung der Sekundärprävention, um wiederkehrende Schlaganfälle zu verhindern. Sie führt vor Augen, wie hoch das Risiko ist, nach einem kleinen ischämischen Schlaganfall oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) erneut einen Schlaganfall zu erleiden. Dafür wurden Daten von rund 3.800 Patientinnen und Patienten bei einem Fünf-Jahres-Follow-up herangezogen. Bei fast 13 Prozent der Patienten, das sind 469 Personen, traten innerhalb von fünf Jahren entweder ein Schlaganfall oder ein akutes Koronarsyndrom auf oder sie waren aufgrund eines Herzkreislaufproblems verstorben. "345 Patienten hatten im Untersuchungszeitraum Schlaganfälle, davon 196 allein im ersten Jahr und 149 in den restlichen vier Jahren", so der President elect der EAN, Prof. Fazekas.

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