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  • Theaterkritik: Professor Bernhardi von Arthur Schnitzler

  • Wegen des kritischen Inhalts waren Auffhrungen in der Donaumonarchie verboten.

  • 07.12.2015
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  • Professor Bernhardi ist ein Drama Arthur Schnitzlers, das am 28. November 1912 in Berlin uraufgefhrt wurde. Wegen des kritischen Inhalts waren Auffhrungen in der Donaumonarchie verboten. Bernhardi, ein erfolgreicher Internist und Leibarzt des Wiener Adels und Direktor einer Privatklinik, sieht sich extremen Anfeindungen ausgesetzt, als er aus humanitrer und rztlicher berzeugung einem katholischen Pfarrer den Zugang zu einer Patientin verweigert. Seine Karriere wird daraufhin jh unterbrochen und vermeintliche Freunden wandeln sich im Handumdrehen in ausgemachte Feinde. Die hervorragende Inszenierung von Dieter Giesing macht dieses Stck zu einem wahren Genuss. Vorbildlich scharf werden die Wirkungsweisen von Ressentiments, die Beschrnkungen der Politik und menschliche Schwchen herausgearbeitet. Das Bhnenbild von Karl-Ernst Herrmann passt ganz wunderbar dazu. Die Intrige findet in einem blendend weien, fast abstrakten Raum statt, mit simplen Arbeitstischen, vielen Sesseln und Sofas, dazu sechs Tren im Hintergrund, die zu Krankenzimmern und Nebenrumen fhren. Eine abschssige Vorbhne, die ins Parkett ragt, verlangt den Schauspielern doch einiges an Geschick ab. Ein berhrender, sehr starker Text, der von groartigen Schauspielern vorgetragen wird.

    Dr. Bernhardi, Professor fr interne Medizin, Direktor des Elisabethinums Joachim Meyerhoff
    Dr. Ebenwald, Professor fr Chirurgie, Vizedirektor Roland Koch
    Dr. Cyprian, Professorin fr Nervenkrankheiten Caroline Peters
    Dr. Pflugfelder, Professor fr Augenkrankheiten Joachim Bimeier
    Dr. Filitz, Professor fr Frauenkrankheiten Oliver Masucci
    Dr. Tugendvetter, Professor fr Hautkrankheiten Klaus Pohl
    Dr. Lwenstein, Dozent fr Kinderkrankheiten Martin Schwab
    Dr. Schreimann, Dozent fr Halskrankheiten Marcus Kiepe
    Dr. Oskar Bernhardi, Assistent Bernhardis Sven Dolinski
    Hochroitzpointner, Kandidat der Medizin Martin Vischer
    Ludmilla, Krankenschwester Stefanie Dvorak
    Professor Dr. Flint, Unterrichtsminister Nicholas Ofczarek
    Hofrat Dr. Winkler, im Unterrichtsministerium Branko Samarovski
    Franz Reder, Pfarrer der Kirche zum Heiligen Florian Philipp Hau
    Dr. Goldenthal, Verteidiger Bernd Birkhahn
    Dr. Wenger, Assistent Tugendvetters Robert Reinagl
    Philomena Beier, "die Sepsis" Florentina Kubizek

  • Quelle: MED-Reporter.at / Stefan Franke

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