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  • Ausbau der Palliativmedizin gefordert

  • K-Prsident: Patienten in den Mittelpunkt stellen - Angehrige entlasten.

  • 05.02.2015
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  • Die strukturierte Palliativversorgung, also die Behandlung und Betreuung von Patienten mit begrenzter Lebenserwartung, entspringe in sterreich einem relativ jungen Konzept. Dieses wurde 2010 in den sterreichischen Strukturplan Gesundheit integriert. Hospiz- und Palliativbetreuung msse berall dort stattfinden knnen, wo sich unheilbar kranke und sterbende Patientinnen und Patienten befinden - ob in stationrer Obhut oder zu Hause. Dem entsprechend sei in sterreich eine abgestufte Versorgung auf allen Ebenen des Gesundheits- und Sozialwesens vorgesehen. Da viele Menschen sich wnschten, in ihrer gewohnten Umgebung bzw. betreut sterben zu knnen, msse Palliativmedizin auch dort weiter ausgebaut werden, sagte der Prsident der sterreichischen rztekammer (K), Artur Wechselberger, am Freitag im Rahmen des 7. Symposiums der K in Wien.

  • Begleitung und Linderung von Schmerzen

  • Fr schwerkranke bzw. sterbende Menschen stnden die Begleitung sowie die Linderung von Schmerzen stark im Vordergrund, betonte Wechselberger. Fr das Sterben zuhause seien zustzlich bestimmte Rahmenbedingungen erforderlich, etwa mobile Dienste, Schulung, Untersttzung und Entlastung pflegender Angehriger, ebenso Nachbarschaftshilfe und gesellschaftliche Untersttzung, sagte der K-Prsident.

    "Die Wahrscheinlichkeit, in einer Institution zu sterben, hngt neben dem dezidierten Wunsch des Betroffenen unter anderem vom strukturellen Angebot und der Urbanisierung des Wohnortes ab", fhrte Wechselberger aus. Auch nderungen in der Familienstruktur, die wachsende Zahl der Singlehaushalte oder die Verfgbarkeit eines palliativen Angebots wrden entscheidend dazu beitragen, dass Sterben immer fter in Institutionen stattfinde.

    Im Zentrum der Palliativversorgung msse jedenfalls immer das Selbstbestimmungsrecht der Patienten stehen. Wechselberger: "Eine gute Palliativversorgung zeichnet sich dadurch aus, dass sie ganzheitlich erfolgt, den Erhalt der Lebensqualitt des Patienten zum Ziel hat und auch die Angehrigen einbezieht." Das bedeute konsequenterweise auch, die Angehrigen in ihrer Trauerarbeit zu untersttzen. Zudem sei es sinnvoll, mit Palliativbetreuung so frh wie mglich zu beginnen und vorausschauend zu planen. "Selbstverstndlich erfordert gute Palliativversorgung neben der rztlichen Betreuung auch die Kooperation der Gesundheitsberufe miteinander sowie mit anderen Berufsgruppen wie etwa der Seelsorge", so Wechselberger weiter. Auch die in der Grundversorgung ttigen Berufsgruppen mssten daher entsprechend aus-, fort- und weitergebildet werden.

    In der anschlieenden Diskussion wurde bekrftigt, dass es wichtig sei, Betroffenen wie Angehrigen die Mglichkeiten der Palliativversorgung aufzuzeigen. Als sinnvolles und humanes Behandlungskonzept setze sie dann ein, wenn eine urschliche und lebensverlngernde Behandlung nicht mehr zielfhrend oder mglich ist.

  • Quelle: sterreichische rztekammer

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