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  • Hygiene: Postoperative Wundinfektionen ein Thema

  • Auch im Krankenhaus knnen sich Patienten Infektionen zuziehen.

  • 19.04.2012
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  • Trotz hoher hygienischer Standards sind Wundinfektionen nach wie vor hufige Komplikationen bei Operationen. Die Folgen postoperativer Wundinfektionen sind schwere Beeintrchtigungen des Patientenwohls, eine hhere Sterblichkeit und aufgrund verlngerter Krankenhausaufenthalte auch hhere Kosten fr das Gesundheitssystem. Nahtmaterial, das antibakteriell beschichtetet ist, kann helfen, das Wundinfektionsrisiko so gering wie mglich zu halten.

    Wenn sich Menschen im Krankenhaus behandeln lassen, geschieht das in der Hoffnung auf Heilung oder zumindest auf Verbesserung des Gesundheitszustandes. In den meisten Fllen ist das auch mglich, allerdings knnen sich Patienten in Krankenhusern auch Infektionen zuziehen, die durch den Aufenthalt oder die Behandlung in diesem Krankenhaus verursacht wurden.

    Postoperative Wundinfektionen, also Infektionen in Folge von Operationen, sind nach Harnwegs- (40%) und Atemwegsinfektionen (20%) die dritthufigste Form von Krankenhausinfektionen (15%). "Postoperative Wundinfektionen sind Infektionen, die innerhalb von 30 Tagen nach der Operation oder bei Implantaten und einem damit vermuteten Zusammenhang innerhalb eines Jahres auftreten", so Univ.-Prof. Dr. Ojan Assadian, Klinisches Institut fr Krankenhaushygiene, Medizinische Universitt Wien. Je nach Land und Art des chirurgischen Eingriffs treten sie in Europa bei 2 bis 5% aller Operationen auf. Whrend oberflchliche Infektionen nur die Haut miteinbeziehen, erfassen tiefe Infektionen bereits das Binde- und Muskelgewebe. Im schlimmsten Fall betrifft die Infektion Organe oder Krperhhlen, die whrend der Operation geffnet wurden.

    Postoperative Wundinfektionen verursachen nicht nur eine schwere Beeintrchtigung des Patientenwohls, sie fhren vor allem zu einer lngeren Verweildauer im Krankenhaus und zu deutlich erhhten Kosten. Im Durchschnitt fallen vier Tage zustzlicher Krankenhausaufenthalt an.

  • Faktoren, die Einfluss auf die Entstehung von Wundinfektionen haben

  • Nicht jeder Erreger fhrt gleich zu einer Infektion. Einfluss auf die Entstehung einer Wundinfektion haben erregerseitige und patientenseitige Faktoren. Zudem spielen verschiedene Handlungsschritte vor, whrend und nach der Operation eine Rolle. Um die Wundinfektionsrate so gering wie nur mglich zu halten, ist ein Bndel an Manahmen und deren konsequente Umsetzung erforderlich. Zu den erregerseitigen Faktoren zhlt unter anderem die Anzahl der Erreger, die in eine Wunde kommen. Die Erreger, die Wundinfektionen hervorrufen, sind vielfltig. Gemeinsam ist ihnen, dass es sich berwiegend um Mitglieder der normalen Mikrobenflora des Organismus handelt sowie um Mikroben, die aus dem Lebensumfeld des Menschen stammen. Mikroben sind mikroskopisch kleine Lebewesen. "Trger der Erreger knnen die Patienten selbst sein -viele Menschen haben Mikroben in der Nase-, ebenso wie das Krankenhauspersonal oder Angehrige. In sehr seltenen Fllen finden sich ansteckende Organismen aber auch in oder auf operationsfeldfernen Flchen in den OP-Rumen" so Univ.-Prof. Dr. Assadian.

    Zu den patientenseitigen Faktoren zhlen der Immunstatus und der Allgemeinzustand des Patienten. Je schlechter der Allgemeinzustand eines Patienten ist, desto wahrscheinlicher wird eine postoperative Wundinfektion. Bei Operationen, bei denen der Zeitpunkt der Durchfhrung gewhlt werden kann, vermgen rechtzeitige Manahmen wie Ausgleich einer Mangelernhrung, Diabetes-Einstellung, Gewichtsreduktion, Raucherentwhnung, etc. das postoperative Risiko verringern.

    Zu einer optimalen Vorbereitung des Patienten vor einer Operation zhlen die Einstellung des Blutzuckerspiegels, ein Nasenabstrich, antimikrobielles Duschen am Vorabend der OP, eine Hautdesinfektion, ein Haarclipping unmittelbar vor der OP und eine Antibiotikaprophylaxe. Whrend der Operation ist das Vorgehen des chirurgischen Personals entscheidend. Chirurgische Hndedesinfektion, Handschuhwechsel, Abdeckung des Patienten, ordnungsgeme Sterilisation der Instrumente, etc. sind dabei Voraussetzung.

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  • Quelle: Johnson & Johnson

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