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  • Influenza: Impfung für (chronisch) Kranke besonders wichtig

  • Geschädigtes Immunsystem führt zu höherer Infektionswahrscheinlichkeit.

  • 12.11.2017
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  • Entgegen der früher vorherrschenden Meinung ist Impfen bei Personen mit schweren (chronischen) Erkrankungen oder unter Immunsuppression heute nicht nur großteils möglich, sondern sogar dringend empfohlen. Das gilt ganz besonders für die Influenza-Impfung, da eine Infektion bei Personen mit geschwächtem Immunsystem oft zu einer Lungenentzündung oder anderen schweren Komplikationen führen kann. Erwachsene werden bei uns mit einem Totimpfstoff geimpft, der selbst schwer kranken Patienten problemlos verabreicht werden kann, ohne erhöhte Nebenwirkungsraten befürchten zu müssen.

  • Impfung senkt Komplikationsraten

  • Bereits seit längerem wird beobachtet, dass Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf (zum Beispiel Atherosklerose, Bluthochdruck, Herzschwäche)- oder Lungenerkrankungen (wie Asthma oder COPD) ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Bei ihnen kommt es unter anderem häufiger zu Lungenentzündungen. In Studien wurde nachgewiesen, dass jene Influenza-Patienten, die auf die Intensivstation mussten, beatmet wurden oder verstarben, überdurchschnittlich oft an solchen Grunderkrankungen litten oder immunsupprimiert waren. Aus diesem Grund empfiehlt der Österreichische Impfplan, herausgegeben vom Gesundheitsministerium, diesen Patienten ausdrücklich sich impfen zu lassen. Den Sinn dieser Empfehlung weist eine große niederländische Beobachtungsstudie mit knapp 25.000 Patienten eindrucksvoll nach. Die Impfung konnte die Anzahl der Sterbefälle bei Personen mit Grunderkrankungen um 78 Prozent senken und die Hospitalisierungen aufgrund von akuten Atmungs- oder Herz-Kreislauf-Beschwerden um 87 Prozent. Bei Patienten mit Diabetes konnten die Komplikationen um 56 Prozent, die Krankenhausaufenthalte um 54 Prozent und die Todesfälle um 58 Prozent reduziert werden. Und bei COPD-Patienten führt eine Influenza-Impfung sogar zu einem niedrigeren Risiko für Exazerbationen (akute Verschlechterung der Krankheit), wie in einer Analyse mehrerer Studien festgestellt wurde. "Die Zahlen sprechen klar für sich", so Univ. Prof. Prim. Dr. Wolfgang Popp, Vorstand der 11. Medizinischen Abteilung mit Lungenkrankheiten und Langzeitbeatmungszentrum im Geriatriezentrum am Wienerwald. "Patienten mit chronischen Erkrankungen sollten sich unbedingt rechtzeitig vor Beginn der Influenza-Saison impfen lassen, um ihre Risiken zu minimieren."

  • Ein schwaches Immunsystem ist kein Ausschlussgrund für Impfungen mehr (mehr...)

  • Impfung auch bei schwersten Erkrankungen sicher mehr (mehr...)

  • Quelle: Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller

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